Zügiger Übergang für Citibank-Mitarbeiter gefordert

13. August 2002

CDU will Angestellte des Call-Centers an der Bentheimer Straße halten

„Wir bedauern die plötzliche Bekanntgabe der Geschäftsführung, den Standort der Citibank zum Jahresende von Nordhorn nach Duisburg zu erlegen", erklärte Erika Meier-Schinke, Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende der CDU Nordhorn am Dienstag bei einem Krisengespräch zur aktuellen Lage des Call-Center-Standorts der Citibank in der CDU-Geschäftsstelle.

Eingeladen hatten der CDU-Stadtverband und die Ratsfraktion der CDU, um mit Vertretern des Betriebsrats der Citibank die gegenwärtige Situation und denkbare Lösungsmöglichkeiten zu erörtern. Dabei kritisierte der Betriebsratsvorsitzende der Citibank, Klaus Börger, das rücksichtslose Vorgehen der Firmenleitung gegenüber den betroffenen Mitarbeitern: „Die Kommunikation seitens der Geschäftsführung gegenüber dem Betriebsrat im Hinblick auf den bevorstehenden Standortwechsel und die Folgen ist ausgesprochen schlecht. Für uns bleibt eine Fülle von Unklarheiten, was die Zukunft des Unternehmens angeht." Zwar würden Angebote, wie zum Beispiel ein Bustransfer von Nordhorn nach Duisburg sowie Möglichkeiten der Personalberatung zur Fortsetzung einer Beschäftigung am neuen Standort gemacht, doch wurden diese Ankündigungen bisher nicht weiter präzisiert und blieben damit unverbindlich, so Börger weiter.
Einzelheiten für die betroffenen Arbeitnehmer werden in einem Sozialplan geregelt, der ab kommender Woche ausgehandelt werden soll. Schon jetzt rechnet der Betriebsrat mit schwierigen und langwierigen Verhandlungen. Und erinnert die Geschäftsführung an ihre soziale Verantwortung für die Angestellten der Citibank – auch über das Jahr 2002 hinaus.
Dass Ersatzarbeitsplätze und Auffanglösungen geschaffen werden müssen, darüber sind sich CDU und Betriebsrat einig. Wichtig sei, dass die Arbeitnehmer nun einen zügigen Übergang in eine neue Beschäftigung fänden, so Reinhold Volken, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. Damit sie sich aufgrund fehlender Perspektiven nicht frühzeitig aus Nordhorn wegbewerben, müssten hier nun zügigst Alternativangebote gemacht werden. Dazu der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Peter Skutta: „Um eine Finanzierung dieser Anschlusslösungen zu sichern, müssen wir uns gemeinsam um Landes- und Bundeshilfen bemühen. Denkbar wäre außerdem eventuell eine Unterbringung mehrerer kleinerer Unternehmen im jetzigen Gebäude der Citibank an der Bentheimer Straße." Klaus Börger: „Je stärker die Öffentlichkeit über das profitorientierte Vorgehen der Citibank-Leitung informiert wird, umso besser die Aussichten, dass unsere Bemühungen für eine arbeitnehmerfreundliche Lösung einen erfolgreichen Abschluss finden."

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