Beiträge zum Thema Tourismus

CDU-Fraktion für Förderung von Freizeittourismus

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Nordhorn will sich dafür einsetzen, dass der Freizeittourismus in Nordhorn kräftig ausgebaut wird.
Mit dieser Absichtserklärung unterstützen die Christdemokraten die in der letzten Zeit wiederholt erhobenen Forderungen und verschiedenen Bemühungen nach einem konsequenten und bedürfnisgerechten Ausbau der vorhandenen touristischen Angebote in Nordhorn und Umgebung. Die CDU sieht in dieser Zielsetzung einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel von Nordhorn von einer ehemaligen Textilstadt im Grünen zu einer Stadt mit einem "neuen Standbein" der heimischen Wirtschaft. Mit einem weiteren Ausbau des Städtetourismus als Wirtschaftsfaktor sollen nach ihrer Ansicht die vergangenen negativen Folgen durch das Ende der Nordhorner Textilindustrie oder den jüngsten Weggang der Citibank ausglichen werden.

Neben dem vorhandenen touristischen Angebot in der naturbelassenen Landschaft im Nordhorner Raum bilden neben dem Einkaufen vor allem das Radfahren, Wandern, Reiten sowie die vielfältigen Wassersportmöglichkeiten Hauptansätze zur weiteren Förderung des Städtetourismus. Besonders hervorzuheben sind die verschiedenen innerstädtischen Wasserflächen von Nordhorn, die bereits jetzt als touristische Anziehungsmagnete dienen. Der etwa 18 ha große Vechtesee in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums mit seinen vielfältigen Wassersportmöglichkeiten und die zahlreichen kilometerlangen Wasserwege innerhalb des Stadtgebietes (Vechte mit Stadtgrachten durch das ehemalige Povelgebiet, Nordhorn-Almelo-Kanal, Ems-Vechte-Kanal und Nord-Süd-Kanal) bieten ein umfangreiches touristisches Angebot, das weit und breit nicht zu finden ist, aber noch weiter ausgebaut und vermarktet werden muss. Erst in jüngster Zeit ist dieses städtetourismusfördernde Juwel entdeckt worden, das durch eine Reihe von Ideen, Initiativen und Aktivitäten erweitert werden soll. Zu erwähnen sind zum Beispiel die Planungen für einen Ferienhauspark am Vechtesee, der bevorstehende Neubau eines attraktiven Hotels am Vechtesee, die vornehmlich durch den Verein "Graf Ship" initiierten ersten Schritte zur Nutzung der Kanäle für die Bootsschifffahrt bis in die Niederlande hinein und die weiteren Angebote des Bootsclubs Nordhorn und der DLRG am Vechtesee zu einem Freizeit- und Wassersportrevier. Weitere touristische Angebote sind Teile des "kunstwegen-Projekts" entlang der Vechte und in der unmittelbaren Nähe des Vechtesees das Freizeit- und Wellenbad, die Eissporthalle, eine Tennis- und Quash-Halle, eine Skater-Anlage, die Ausflugsboote "Vechtesonne" und "Vechtestromer" beim VVV , der stark besuchte Tierpark und der noch ausbaufähige Platz für Caravan-Camper,in der Nähe der Umgehungsstraße.

Die CDU-Fraktion erwartet, dass mit der Erstellung eines strategischen Leitbildes für die Stadt Nordhorn, mit der ein Institut der Hochschule Vechta beauftragt worden ist, im Laufe der nächsten Monate ein Gesamtkonzept entwickelt wird, das für das Stadtmarketing die Ziele definiert und Hinweise und Handlungsempfehlungen für die künftige Stadtplanung zur Förderung des Städtetourismus enthält.

CDU begrüßt Wettbewerb für Ferienhauspark

Nordhorn benötigt mehr Übernachtungsmöglichkeiten

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Nordhorn will den Strukturwandel von Nordhorn von einer ehemaligen Textilstadt im Grünen zu einer lebendigen Stadt mit Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen zügig vorantreiben. Deshalb möchte sie den jetzt noch bescheidenen Städtetourismus durch Schaffung von weiteren Übernachtungs- und Beherbergungsmöglichkeiten ausbauen und damit der städtischen Wirtschaft ein weiteres Standbein verschaffen. Diese Absichtserklärung verabschiedeten die CDU-Kommunalpolitiker in ihrer letzten Fraktionssitzung bei der Beratung über einen geplanten Ferienhauspark zwischen Vechtesee und Eissporthalle.
Nach ihrer Ansicht liegt die Stadt Nordhorn in gut erreichbarer Nähe zu den verschiedenen Ballungszentren im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie vorrangig zu den benachbarten Niederlanden. Darüber hinaus bietet Nordhorn
- durch die vielfältigen vorhandenen kulturellen Einrichtungen in der Innenstadt (z.B. Alte Weberei mit städtischer Galerie, Stadtmuseum und Povelturm, Kornmühle und Konzert- und Theatersaal),
- mit den in unmittelbarer Nähe befindlichen sportlichen Einrichtungen (Wellenbad, Eissporthalle, Tennis- und Squashzentrum, Skatemöglichkeiten, Vechtesee mit Vechte- und Kanallandschaften),
- mit einer Reihe von attraktiven Sportmöglichkeiten,
- mit den verschiedensten Einkaufsmöglichkeiten mit umfangreicher Gastronomie in der City
- sowie mit den zahlreichen Grün- und Waldflächen vom Stadtzentrum bis ins Umland

ein umfangreiches Angebot an touristischen Verweilmöglichkeiten. Dazu fehlen bisher neben dem vorhandenen Hotelangebot besonders familienfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten. Dadurch wird die touristische Entwicklung gehemmt.

Die CDU-Fraktion verspricht sich von der Schaffung eines Ferienparks mit einer Reihe von Ferienhäusern im Bereich zwischen Vechtesee, Nordhorn-Almelo-Kanal und Freibad mit guter Anbindung an der überregionale Verkehrsnetz eine sehr gute Entwicklungsmöglichkeit sowohl für den künftigen Betreiber dieser Einrichtung als auch insgesamt für die Stadt Nordhorn. Mit einer Verwirklichung der Planung könnte das vorhandene Hotelangebot insbesondere mit familienfreundlichen Angeboten sinnvoll ergänzt werden. Damit könnte ein langjähriger Nachholbedarf zum weiteren Ausbau des Übernachtungsangebots gedeckt werden.
Aus diesem Grunde unterstützt die CDU das geplante Vorhaben und begrüßt es, dass jetzt weitere Planungsschritte eingeleitet werden sollen mit dem Ziel, baureife Pläne zu erhalten und für ihre Verwirklichung einen Investor zu gewinnen.

"Stimmung in Betrieben gleich Null" – CDU diskutierte über die wirtschaftliche Lage in Nordhorn

gn Nordhorn. Die wirtschaftliche Weiterentwicklung in Nordhorn beschäftige unlängst die Mitglieder der Nordhorner CDU bei einer Veranstaltung mit Vertretern der Wirtschaft und der Wirtschaftsförderung. Drei Fachleute nahmen zunächst Stellung zur wirtschaftlichen Situation in Nordhorn.
"Die Stimmung in Nordhorn ist gleich Null, alle Branchen stehen unter Druck", beschrieb Ralf Hilmes, der Wirtschaftförderer der Stadt Nordhorn, die augenblickliche Lage. Die Vorteile von Nordhorn, die es zu nutzen gilt, stellte Heinrich Friemann (selbständiger
Handwerksmeister) heraus. Seiner Meinung nach sind es der gute "Wirtschafts-Mix", die vielen von Eigentümern geführten Betriebe, das gute Arbeitskräftepotenzial und die Grenznähe. Der Mittelstand habe es unter anderem schwer, da die Eigenkapitalquote der Betriebe gering ist und es heute sehr schwierig ist, Kapital von den Banken zu bekommen. Der stellvertretende CDU-Ortsvorsitzende Peter Skutta machte in seinen Ausführungen deutlich, dass die Bundesregierung maßgeblich die gesetzlichen Bedingungen für die Wirtschaft festlegt. "Wir müssen es schaffen, die Lohnzusatzkosten zu senken statt zu erhöhen, die Flächenbindung der Tarife aufzuheben, Kündigungsschutz und Mitbestimmungsgesetz zu verändern, sonst hat der Unternehmer keine Chance", forderte er. Die städtische Wirtschaftförderung kann direkt keine Arbeitsplätze schaffen. "Wir können nur einen guten Kontakt zu Unternehmen und Institutionen halten und sie unterstützen. Die Bereitstellung von Gewerbeflächen ist eine von vielen Möglichkeiten", sagte Ralf Hilmes. Er hat sich als Ziel gesetzt, die Stärken und Schwächen von Nordhorn genau zu analysieren und herauszuarbeiten, welche Branchen gut zu Nordhorn passen. Im Tourismus sieht er eine gute Chance für Nordhorn. Peter Skutta wies auf die positiven Wirkungen für die Wirtschaft hin, die von Hochschuleinrichtungen, wie zum Beispiel in Lingen, ausgehen. "So etwas brauchen wir auch in Nordhorn, die Verwaltung muss hierfür Initiativen ergreifen", so Skutta. "Was andere Städte können muss auch in Nordhorn gelingen." Die Interessengemeinschaften der Kaufleute müssen erhalten bleiben, sie müssen gute Konzepte entwickeln und schlagkräftig sein, wurde an diesem Abend deutlich. "Wir wollen aber ernstgenommen werden und brauchen die Unterstützung von Politik und Verwaltung", forderte Heinrich Friemann. Die engagierte Diskussion zeigte, dass sich die CDU Gedanken macht, wie es wirtschaftlich mit Nordhorn weitergeht. Privates Engagement, schnelles Umsetzen von Initiatives, flexibles Handeln und auch unkonventionelle Entscheidungen werden als Motor angesehen, um neue Firmen in neuen Branchen anzusiedeln. Dieses müsse aber auch für vorhandene gelten. "Wir müssen unbedingt etwas tun und wir können auch etwas tun", appellierte die CDU Stadtverbandsvorsitzende Erika Meier-Schinke. "Nur so können wir Arbeitsplätze sichern, Betrieben helfen, das Konjunkturtief zu überstehen und der Stadt Steuereinnahmen beschaffen." Die CDU-Vorsitzende erhob erneut die Forderung, einen städtischen Wirtschaftausschuss einzurichten, der sich konzentriert mit der wirtschaftlichen Weiterentwicklung befasst.

CDU Nordhorn will die Gewerbesteuer senken

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 15.01.02

Die gegenwärtig erfreuliche Einnahmesituation der Stadt Nordhorn bei der Gewerbesteuer bietet der Kreisstadt nach Ansicht der CDU Spielraum für die Senkung des Hebesatzes bei der Gewerbesteuer. Vor allem die Gemeinde Wietmarschen mit einem Satz von 310 gegenüber 356 Prozent in Nordhorn habe damit eine erfolgreiche Ansiedlungspolitik betrieben.
Von Detlef Kuhn / Nordhorn. Die CDU geht bei ihrem Vorschlag davon aus, dass sich dieser positive Einnahmetrend auch in Zukunft fortsetzt. Zurzeit zahlen in Nordhorn fünf Unternehmen etwa 60 Prozent der gesamten Gewerbesteuer der Stadt. Eine Senkung wäre nach Ansicht der Christdemokraten ein starkes Signal für die Nordhorner Wirtschaft und ein großer Beitrag aktiver Wirtschaftsförderung. Auch die Nachbarstadt Lingen liege mit 350 Prozent noch unter dem Nordhorner Hebesatz.
"Eine aktive Wirtschaftsförderung ist Voraussetzung für Arbeit, Einkommen und Wohlstand", ist die Haltung von Fraktion und Partei bei ihrem Ausblick für das Jahr 2002. Zur Verstärkung dieser Aufgabe durch den Rat hatte die CDU die Einrichtung eines Wirtschaftsausschusses beantragt, der die wesentlichen Grundsatzfragen der städtischen Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketing erörtern und entsprechende Ratsbeschlüsse vorbereiten sollte. Dieser Vorschlag war von der rot-grünen Ratsmehrheit abgelehnt worden. "Es wäre wichtig gewesen, auch noch Fachkompetenz von außen dazu zu holen", ist die Partei- und Fraktionsvorsitzende Erika Meier-Schinke überzeugt. Enttäuscht zeigten sich die CDU-Verantwortlichen von dem, was im Arbeitskreis Stadtmarketing geleistet worden ist, der mit großen Erwartungen vom Bürgermeister installiert worden war.
Die weltweit gesunkenen Energiepreise machen es nach Auffassung der CDU dringend erforderlich, den städtischen Gaspreis spürbar zu senken. Dafür sollen die CDU-Mitglieder im Aufsichtsrat der Nordhorner Versorgungsbetriebe (NVB) sorgen, der darüber entscheidet. Doch wie schwer das werden wird, weiß auch Aufsichtsratsmitglied Ewald Mülstegen: "Wir haben dort zwar keine Mehrheit, wollen aber konkrete Vorschläge machen." Eine Senkung des Erdgaspreises um zwei Pfennig würde den NVB Einnahmeverluste von zwei Millionen Mark bescheren, einen durchschnittlichen Haushalt in Nordhorn mit einem Verbrauch von 3000 Kubikmeter im Jahr aber um 60 Mark entlasten
Eine weitblickende Stadtentwicklung, besonders bei den ehemaligen Industrieflächen der Firmen NINO und Rawe, hält die CDU für eine unabdingsbare Voraussetzung für den Fortbestand der hohen Wohn- und Lebensqualität in Nordhorn. Dazu zählten für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben wegen der kommenden Autobahn 31 auch besonders Standorte im Osten der Stadt. Ferner sei auch die Ausweisung von größeren Wohngrundstücken erforderlich. Im übrigen benötige Nordhorn eine noch bessere Integration von Grundstück-, Verkehrs- und Infrastrukturpolitik. "Zufälle bei der Planung und Ausweisung von Bebauungsmöglichkeiten sollte es nicht mehr geben", meint dazu der stellvertretende Fraktionssprecher Reinhold Volken. Denn die Erschließungskosten bei manchen Baugebieten würden ein enormes Ausmaß erreichen. Bei solchen Planungen müsste vielleicht sogar irgendwann eine neue Schule gebaut werden. Dabei gäbe es etliche innerstädtische Flächen, die noch bebaut werden könnten, wie zum Beispiel in der Oorde oder auf dem ehemaligen RAF-Gelände.
Nordhorn lässt nach Einschätzung der CDU eine erhebliche Zunahme des Städtetourismus erwarten, weil die Stadt Möglichkeiten der Naherholung bietet. Deshalb müssten die vorhandenen Einrichtungen zusammengefasst und im Rahmen von geschlossenen Stadt-Marketing-Aktionen durch den VVV im weiteren Umkreis angeboten werden.
Ein ganz zentrales Anliegen ist der Partei und Fraktion die Förderung des "Wir-Bewusstseins". Das könne aber nur mit Beteiligung der Bürger gelingen, die ihre Wünsche formulieren müssten. Der Slogan "Wir in Nordhorn", auf dem Hallenboden des Euregiums bei HSG-Spielen zu sehen, müsste sich im Bewusstsein der Bevölkerung festsetzen. Das sei aber nur mit einem umfassende und professionellen Stadtmarketing möglich. Dabei müsse der VVV eine entscheidende Rolle spielen, der mit einem neuen Geschäftsführer erst am Anfang dieser wichtigen Aufgabe stehe. Erika Meier-Schinke sieht in diesem Zusammenhang aber noch eine andere Aufgabe für die Stadt: "Nordhorn braucht ein Leitbild für die Stadt, wie sie in fünf oder zehn Jahren aussehen soll." Und dabei könne es nicht nur um die City gehen, sondern um die Gesamtstadt.