Beiträge zum Thema Familien

CDU begrüßt Wettbewerb für Ferienhauspark

Nordhorn benötigt mehr Übernachtungsmöglichkeiten

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Nordhorn will den Strukturwandel von Nordhorn von einer ehemaligen Textilstadt im Grünen zu einer lebendigen Stadt mit Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen zügig vorantreiben. Deshalb möchte sie den jetzt noch bescheidenen Städtetourismus durch Schaffung von weiteren Übernachtungs- und Beherbergungsmöglichkeiten ausbauen und damit der städtischen Wirtschaft ein weiteres Standbein verschaffen. Diese Absichtserklärung verabschiedeten die CDU-Kommunalpolitiker in ihrer letzten Fraktionssitzung bei der Beratung über einen geplanten Ferienhauspark zwischen Vechtesee und Eissporthalle.
Nach ihrer Ansicht liegt die Stadt Nordhorn in gut erreichbarer Nähe zu den verschiedenen Ballungszentren im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie vorrangig zu den benachbarten Niederlanden. Darüber hinaus bietet Nordhorn
- durch die vielfältigen vorhandenen kulturellen Einrichtungen in der Innenstadt (z.B. Alte Weberei mit städtischer Galerie, Stadtmuseum und Povelturm, Kornmühle und Konzert- und Theatersaal),
- mit den in unmittelbarer Nähe befindlichen sportlichen Einrichtungen (Wellenbad, Eissporthalle, Tennis- und Squashzentrum, Skatemöglichkeiten, Vechtesee mit Vechte- und Kanallandschaften),
- mit einer Reihe von attraktiven Sportmöglichkeiten,
- mit den verschiedensten Einkaufsmöglichkeiten mit umfangreicher Gastronomie in der City
- sowie mit den zahlreichen Grün- und Waldflächen vom Stadtzentrum bis ins Umland

ein umfangreiches Angebot an touristischen Verweilmöglichkeiten. Dazu fehlen bisher neben dem vorhandenen Hotelangebot besonders familienfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten. Dadurch wird die touristische Entwicklung gehemmt.

Die CDU-Fraktion verspricht sich von der Schaffung eines Ferienparks mit einer Reihe von Ferienhäusern im Bereich zwischen Vechtesee, Nordhorn-Almelo-Kanal und Freibad mit guter Anbindung an der überregionale Verkehrsnetz eine sehr gute Entwicklungsmöglichkeit sowohl für den künftigen Betreiber dieser Einrichtung als auch insgesamt für die Stadt Nordhorn. Mit einer Verwirklichung der Planung könnte das vorhandene Hotelangebot insbesondere mit familienfreundlichen Angeboten sinnvoll ergänzt werden. Damit könnte ein langjähriger Nachholbedarf zum weiteren Ausbau des Übernachtungsangebots gedeckt werden.
Aus diesem Grunde unterstützt die CDU das geplante Vorhaben und begrüßt es, dass jetzt weitere Planungsschritte eingeleitet werden sollen mit dem Ziel, baureife Pläne zu erhalten und für ihre Verwirklichung einen Investor zu gewinnen.

CDU gibt sich Leitbild der kinder- und familienfreundlichen Kommune

CDU gibt sich Leitbild der kinder- und familienfreundlichen Kommune

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Nordhorn hat in ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr eine Absichtserklärung zum "Leitbild der kinder- und familienfreundlichen Kommune" beschlossen. Dies teilte sie in einer Presseerklärung mit. Demzufolge wollen sich die Kommunalpolitiker in der nächsten Zeit verschärft an die Umsetzung verschiedenster Maßnahmen zu Gunsten einer kinder- und familienfreundlichen Stadt machen.
Zum Hintergrund: In einer vom Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung der Universität Hannover vorgelegten Projektstudie stellen Wissenschaftler mögliche soziale Probleme einer Stadt, wie etwa Überalterung, Vereinzelung, Anonymität und Orientierungslosigkeit, vor. Darüber hinaus zeigen sie die daraus resultierenden Notlagen in Städten auf, zum Beispiel materielle Armut, Obdachlosigkeit, Suchtprobleme, Arbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzmangel. Die Studie wurde in der Sitzung von Ursula Bahlo, CDU-Ratsmitglied und Mitglied des Arbeitskreises "Familie" des Nordhorner CDU-Stadtverbandes, vorgestellt. Da viele der in der Studie aufgeführten Probleme auch auf Nordhorn zutreffen, bestand bei den CDU-Vertretern sofort Einvernehmen über die Notwendigkeit, alle zur Umsetzung des Leitbildes notwendigen Schritte zu tun. Festgestellt wurde in der Fraktion, dass Teile aus den skizzierten Notlagen allerdings dank eines intakten Wohnumfeldes und gesicherter Familienstrukturen erfreulicherweise auf Nordhorn nicht zuträfen. Gleichwohl wolle man nun aber alle Hebel in Bewegung setzen, um die bisherigen Strukturen zu verbessern. Anhaltspunkte bietet die Studie, in dem sie mögliche Leistungen von Familien für das kommunale Gemeinwesen herausstellt und Vorteile für Nachbarschaft, Schulelternschaft, Unternehmen, Vereine und die Politik aufzeigt.
Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten der Studie auf Nordhorner Belange sieht die CDU-Fraktion in einer Familien- und Kinderverträglichkeitsprüfung bei künftigen Aktivitäten auf kommunaler Ebene. Diese würde z.B. eine Beteiligung von Familien, Kindern und Jugendlichen bei der Aufstellung von Bebauungsplänen und bei geplanten städtischen Bauvorhaben vorsehen. Denkbar wäre die konkrete Anwendung dieses Vorschlages bei der jetzt vorgesehenen Bebauung des ehemaligen Camp-Geländes zwischen Veldhauser Straße/Pestalozzistraße und Lerchenstraße. Ferner schlagen die CDU-Politiker die Bildung eines Jugendforums, also Gespräche von Politikern mit Kindern und Jugendlichen über kommunale Entwicklungsfragen, sowie Workshops mit Familien sowie die Durchführung von Familientagen vor.
Zusammenfassend hat sich die CDU-Fraktion in ihrer Sitzung übereinstimmend für die Förderung einer kinder- und familienfreundlichen Stadt ausgesprochen.

"Finanzkrise Nordhorns ist auch eine Chance"

GN vom 7.01.03 – Irene Schmidt
CDU-Fraktionsspitze sieht die Möglichkeit neue Strukturen zu entwickeln – Eigenverantwortung stärken

Die Nordhorner CDU-Fraktion sieht in der Finanzkrise Nordhorns die Chance für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der Kreisstadt. Neue Ideen seien gefordert, sowohl für einen effektiven Sparkurs als auch im Sinne der Wirtschaftsförderung, betonten gestern Erika Meier-Schinke, Reinhold Volken und Ewald Mülstegen während der Jahrespressekonferenz der Fraktion im Hotel am Stadtring.
"Die finanzielle Schieflage des derzeitigen Haushalts ist nicht allein hausgemacht. Sie wird vielmehr gefördert durch eine geringere Ertragslage der gewerblichen Unternehmen und eine Zunahme an Insolvenzen und Konkursen", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reinhold Volken. Die Gewerbesteuereinnahmen gingen weiter zurück; die Finanzzuwendungen des Landes fielen niedriger aus. Dazu kommen die Folgen des Weggangs der Citibank und die Rückforderung überzahlter Gewerbesteuern des Unternehmens in erheblicher Höhe. Das
Fazit: "Die Finanzlage hat sich drastisch verschärft. Wir müssen im Rat gemeinsam unpopuläre Maßnahmen treffen, die den einzelnen Bürger auch ein bisschen schmerzen können." Allerdings setzt die CDU als Oppositionspartei im Rat der Stadt Nordhorn teilweise andere Schwerpunkte als SPD und Grüne. "Nach wie vor steht unser Wahlprogramm im Vordergrund", betont die Fraktionsvorsitzende Erika Meier-Schinke: "Das was wir versprochen haben, wollen wir möglichst umsetzen. Dabei geht es auch um unsere Glaubwürdigkeit." Einer der Schwerpunkte ist für die CDU nach wie vor der Bildungsbereich. Auch hier sollen zehn Prozent der Kosten eingespart werden. "Aber nicht bei den Hauptschulen", fordert die CDU. Nachdem die Grundschulen für ihre Sachkosten im vergangenen Jahr deutlich besser ausgestattet worden waren, um ihren Nachholbedarf zu decken, könne hier die notwendige Kürzung verkraftet werden. Die Hauptschulen, die keine Erhöhung bekommen hatten, könnten einen Abzug jedoch nicht verkraften. "Keine Schule darf benachteiligt werden und es darf auch kein Bereich auf Kosten eines anderen von Sparmaßnahmen verschont werden", fordert Ewald Mülstegen. – "Das Ganze ist eine Gratwanderung." Dennoch steht die CDU-Fraktion dazu, dass gespart werden muss. Teilweise könnten sogar mehr als zehn Prozent, wie im Katalog der Stadtverwaltung gefordert, eingespart werden. "Die Kommune kommt an langfristigen Strukturveränderungen nicht vorbei", erklärt Volken: "Wir müssen den Mut haben, städtische Angebote zurückzufahren." Gleichzeitig müsse die Eigenverantwortung gefördert werden. "Nur wo Mitbürger das nicht können sollte dann die Gesellschaft eintreten." Darüber hinaus möchte die CDU-Fraktion bereits im Vorfeld geplanter Maßnahmen von der Verwaltung erfahren, ob und in welcher Höhe Folgekosten zu erwarten sind. Dieses Verfahren hat sich in anderen Kommunen bereits bewährt. Interessant und hilfreich für Entscheidungen wäre auch eine "Produktrechnung". So hat Erika Meier-Schinke grob nachgerechnet und festgestellt, dass beispielsweise jeder Badegast im Freibad Klausheide jährlich mit 20 Euro bezuschusst wird. "Anhand dieser Berechnungen könnten wir besser vergleichen und feststellen, ob ein Angebot diesen ,PreisÂ’ wert ist", erklärt Meier-Schinke. Trotz der Finanzmisere sieht sie jedoch die Notwendigkeit, das Hallenbad am Stadtring zu sanieren und auszubauen: "Schließlich ist Nordhorn die Kreisstadt. Da ist ein zeitgemäßes Hallenbad kein Luxus." Auch in anderen Bereichen hat die CDU-Fraktion Vorstellungen, die von der derzeitigen politischen Linie abweichen. So sollten Anwohner nicht für Kosten der Sanierung oder des Ausbaus einer Durchgangsstraße herangezogen werden. Darüber hinaus sollte die Stadt ihre Wohnbauförderung auf jene Familien ausdehnen, bei denen die Landesförderung nicht greift. Statt dessen könne man auf die Förderung ökologischen Bauens verzichten. "Nach den geltenden Richtlinien, zum Beispiel zum Wärmeschutz, ist ,ÖkoÂ’ doch schon fast Standard", so Meier-Schinke. Dagegen könne dem Umweltschutz vermehrt Rechnung getragen werden, wenn sich Nordhorn vorerst nicht weiter ausdehne und statt dessen die Bebauung von Baulücken vorantreibe. Selbst wenn die Stadt dafür einen Zuschuss an die oftmals privaten Grundbesitzer zahle, werde sie sparen, da teure Erschließungskosten eingespart würden. – Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 1993 könnten ohne Berücksichtigung der Flächen von Nino und Rawe 1500 Wohneinheiten durch die Bebauung von Baulücken geschaffen werden. Eine weitere Strukturveränderung, die der Stadt dauerhaft nutzen könnte, sieht die CDU-Fraktion in der Ankurbelung der Wirtschaft. Derzeit arbeitet die Fraktion an einem innovativen Konzept, das in Kürze präsentiert werden soll. Darüberhinaus wendet sie sich gegen jede Steuererhöhung. Statt dessen müssten Genehmigungsverfahren entbürokratisiert und die Wirtschaftsförderung verstärkt werden. Die Verwaltung müsse potenziell interessierte Unternehmen aktiv unterstützen. "Sonst ist die Konkurrenz schneller", warnen Meier-Schinke, Volken und Mülstegen. Lingen, Wietmarschen, Schüttorf und weitere Kommunen hätten ebenfalls attraktive Gewerbegebiete. Um aus der Krise neue Perspektiven zu gewinnen, rät die CDU-Fraktion der Stadt, auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten. So habe es einmal Überlegungen gegeben, Nordhorn als Fachhochschulstandort anzubieten. "Doch nichts ist passiert", zeigt sich die CDU-Fraktionsspitze
enttäuscht: "Wir brauchen mehr Visionen um Nordhorn fit für die Zukunft zu machen".

CDU will städtische Wohnbauförderung

Zinszuschüsse für Familien mit Kindern – Mülstegen: Das Geld ist vorhanden

gn vom 11.12.02 – rm – Nordhorn. Für eine massive Stärkung der städtischen Wohnbauförderung setzt sich die Nordhorner CDU ein. Sie fordert, Fördermittel in Form von Zinszuschüssen vor allem an Familien und Alleinerziehende mit einem oder zwei Kindern zu vergeben. Das Geld dafür sei, so CDU-Planungsexperte André Mülstegen, im städtischen Haushalt vorhanden.
Tatsächlich verfügt die Stadt Nordhorn zurzeit über zweckgebundene Mittel zur Wohnbauförderung in Höhe von mehr als 403000 Euro. Das Geld wurde seit 1997 angespart, indem beim Verkauf von Baugrundstücken ein Aufschlag von zehn Prozent auf den Quadratmeterpreis verlangt wurde. Im Stadtentwicklungsausschuss soll demnächst darüber beraten werden, wie dieses Geld am sinnvollsten verwendet werden kann.
Aus der Sicht der Nordhorner CDU ist diese Frage beantwortet: Die Stadt soll damit ein neues Wohnbauförderungsprogramm auflegen. Überlegungen der Verwaltung, die Mittel wegen der prekären Finanzlage für die Sanierung des städtischen Haushalts mit einzusetzen, erteilen die Christdemokraten eine klare Absage. "Das Geld ist zweckgebunden vom Bausektor angespart worden. Es muss im Sinne eines Kreislaufssystems der Baubranche wieder zufließen", meinen Ortsvorsitzende Erika Meier-Schinke und ihr Stellvertreter Reinhold Volken. Die Mittel einfach dem städtischen Haushalt einzuverleiben, sei mindestens ungerecht.
Die CDU fordert deshalb, die 403000 Euro für ein städtisches Förderprogramm einzusetzen, das klar auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet ist und Doppelförderungen und Mitnahmeeffekte ausschließt – wie etwa die von der rot-grünen Ratsmehrheit diskutierte Förderung des ökologischen Bauens. Für Öko-Bauprojekte gebe es Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Hier müsse die Stadt nicht noch draufsatteln.
Nicht in die Förderung einbinden will die CDU auch kinderreiche Familien. Auch für sie gebe es spezielle Förderprogramme. Stattdessen wollen die Christdemokraten in vier klar umrissenen Bereichen Fördergelder auszahlen:
Familien und Alleinerziehende mit einem oder zwei Kindern sollen anspruchsberechtigt sein. Gerade diese Gruppe von Bauwilligen, so Erika Meier-Schinke, falle bei den neuen Beschlüssen der Bundesregierung zur Eigenheimförderung "hinten runter".
Gefördert werden soll auch die Schließung von Baulücken. Schon 1993/94 sei das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in einer Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen, dass in Nordhorn bis zu 1500 Wohneinheiten auf innerörtlichen Restflächen geschaffen werden könnten. Solche Baulücken zu schließen, sei sinnvoller als ständig neue Wohngebiete am Stadtrand auszuweisen.
Fördern soll die Stadt nach den Vorstellungen der CDU auch die Sanierung von Altbauten. Es sei an der Zeit, die vielen Häuser aus den 50er und 60er Jahren für Käufer wieder attraktiver zu machen, meint die CDU. Diese Gebäude seien für junge Familien heute weder von der Raumaufteilung noch von ihren Wärmeschutzwerten und Heizungsanlagen her interessant. "Wir müssen vorsorgen, dass uns auf Dauer nicht Wohnquartiere aus dieser Zeit veröden, weil niemand diese Häuser mehr haben will", warnt André Mülstegen.
Vierter Punkt der CDU-Fördervorstellungen ist die Förderung des Wohnens im Alter. Damit sollen aber weder Bauherrenmodelle noch "Altenghettos" gefördert werden. Vielmehr denkt die CDU daran, "kreative Projekte des gemeinsamen Lebens und Wohnens im Alter" zu unterstützen und Mehr-Generationen-Modelle zu fördern.
Wie hoch die Förderbeträge sein sollen und wie sie vergeben werden, will die CDU den Beratungen in den städtischen Gremien überlassen. Zielvorstellung sind aber Zinsvergünstigungen für die Baufinanzierung. Wichtig aus der Sicht der CDU ist zudem, so André Mülstegen, jede Form der "undifferenzierten Gießkannenförderung" zu vermeiden. Der Stadtentwicklungsausschuss des Rates müsse für jeden Einzelfall eine Kontrollmöglichkeit behalten. "Wir wollen nicht in die Situation kommen, jemandem die Bebauung einer innerstädtischen Baulücke bezuschussen zu müssen, der über riesige wertvolle Bauflächen im Stadtkern verfügt", so Mülstegen.

Familien- und Kinderfreundlichkeit gehören in Nordhorn auf die Tagesordnung!

Der Arbeitskreis Familienpolitik der Nordhorner CDU fordert, in Zukunft alle politischen Entscheidungen der Stadt auf ihre Familien- und Kinderfreundlichkeit zu überprüfen.

Der Arbeitskreis besuchte vom 5.9. bis 6.9.2002 in Berlin die Abschlußtagung des Bundesmodellprojektes "Familien- und Kinderfreundlichkeit in der Kommune".

Im Rahmen dieser Tagung wurden die Ergebnisse und Erfolge der Modellstädte vorgestellt, sowie Zukunftsstrategien und Perspektiven mit Vertretern von Politik, Verwaltung und Verbänden aus dem gesamten Bundesgebiet diskutiert.
Im Verlauf der Veranstaltung wurden dabei drei Kernthesen heraus gearbeitet, die der Arbeitskreis Familie ausdrücklich auch für die Stadt Nordhorn fordert.

1. Familien- und Kinderfreundlichkeit müssen dauerhaft als städtisches Ziel festgeschrieben werden, z.B. in einem Stadtleitbild.

2. Familien- und Kinderfreundlichkeit sollen in Zukunft als Einflußfaktoren der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketing Beachtung finden.

3. Die praktischen Entscheidungen und Maßnahmen für eine stärkere Kinder- und Familienfreundlichkeit sind regelmäßig auf ihren Erfolg zu überprüfen.

Die CDU hatte schon 1999 eine Beteiligung Nordhorns an diesem Bundesprojekt gefordert, um für die Stadt die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Begleitung und eines aktiven Ideenaustausches mit anderen Kommunen zu eröffnen.
"Es ist mehr als bedauerlich, dass die Stadt diese Chance nicht genutzt und ihre Bewerbung zurückgezogen hat", so Karin Müller, Leiterin des Arbeitskreises "Familie" in der CDU.

CDU strebt in Nordhorn absolute Mehrheit an

Vorsitzende Meier-Schinke: 23 Sitze sind "drin" – Fraktionsvorsitzender

Lübke gibt verärgert auf

43 Sitze sind am 9. September bei der Kommunalwahl im Rat der Stadt Nordhorn zu verteilen. 18 davon hatte die CDU 1996 errungen. Jetzt ist die CDU-Vorsitzende Erika Meier-Schinke sogar davon überzeugt, mit 22 oder sogar 23 Sitzen die absolute Mehrheit holen zu können.

Von Detlef Kuhn / Nordhorn. Nicht mehr mit von der Partie bei der nächsten Wahl ist der jetzige Fraktionsvorsitzende Klaus Lübke. Er zieht sich verärgert aus der Politik zurück. Vor einem Jahr hatte er sich aus familiären Gründen aus der Politik zurückziehen wollen. "Damals hat mich die Partei bekniet weiterzumachen", sagte er im Gespräch mit den GN. Jetzt wollte er es doch noch einmal wissen, verspürte aber keinen Rückhalt in der Parteispitze. Lübke war "selbstverständlich" davon ausgegangen, auf Platz eins in einem der Wahlkreise zu kandidieren. Doch nach einer Abstimmung auf dem
Stadtparteitag hätte er sich mit Rang zwei begnügen müssen. Erika
Meier-Schinke wertet diesen Vorgang als ganz normalen demokratischen Wahlprozess. Klaus Lübke aber hätte ein eindeutiges Votum von der Führungsspitze erwartet, das einen solchen Wahlvorgang in die richtigen Bahnen hätte lenken können. "Vor allem hat mich geärgert, dass niemand versucht hat mich umzustimmen, als ich daraufhin enttäuscht meinen Rückzug angekündigt habe", machte Lübke aus seinem Unmut keinen Hehl.
Die vier Listenführer der CDU heißen André Mülstegen im Bereich Bookholt, Ewald Mülstegen für den Bereich Stadtflur Klausheide (der Klaus Lübke auf Rang zwei verdrängt hatte), Michael Rilke im Bereich Blanke und Brandlecht und Erika Meier-Schinke im Wahlbezirk vier für das Gebiet Blumensiedlung, Neuberlin und Ootmarsumer Weg. "Mit unserer Kandidatenaufstellung haben wir eine große Bandbreite an Berufen abgedeckt und auch jungen Leuten und Frauen eine Chance gegeben", bewertet die Nordhorner CDU-Vorsitzende das Angebot überaus positiv. Auf den ersten drei Plätzen sei zum Beispiel immer eine Frau platziert. Auch Neulinge wie der Rechtsanwalt Peter Skutta hätten mit dem Listenplatz 4 eine gute Platzierung erreichen können.
Das Motto der CDU für die Kommunalwahl lautet "Zuhause fängt die Zukunft an – unser Nordhorn gestalten". Die vier Spitzenkandidaten sind nämlich überzeugt davon, dass in der Familie und der Kommune die Grundlagen für die Zukunft gelegt werden müssen. "Was da nicht läuft, bringt entscheidende Nachteile für die Zukunft mit", erläuterte Erika Meier-Schinke den CDU-Slogan. Im Vordergrund stehen für die CDU die Themen Schule und Wirtschaft. Die Sanierung und die bessere Ausstattung der Schulen soll absolute Priorität haben. Das zusätzliche Geld dafür soll vor allem "bei Prestigeobjeteken in der Kultur" eingespart werden. Für die Wirtschaft müssten nach Ansicht der CDU die Ansiedlungsbedingungen nachhaltig verbessert werden, denn die Standortvorteile sind nach Ansicht von André Mülstegen systematisch zerstört worden. Sollte die CDU im Rat das Sagen haben, würden die Parkgebühren auf jeden Fall abgeschafft. Dabei gehe es gar nicht so sehr ums Geld, denn ein oder zwei Mark Parkgebühren machten die Menschen nicht arm, sondern vor allem um eine "psychologische Barriere". "Es wird viel zu viel geredet und zu wenig gehandelt", ist die Erkenntnis von Erika Meier-Schinke. Als Beispiel dafür nennt sie den Arbeitskreis Stadtmarketing.
Die anderen wichtigen Themen heißen "Sichere und saubere Stadt
Nordhorn" und "Stadt mit Lebensqualität". Bei den Themen Sicherheit und Sauberkeit geht es der CDU nicht darum, die Image Nordhorns schlechter zu machen als es ist, sondern um Optimierung. Das soll unter anderem geschehen durch das Entschärfen sozialer Brennpunkte, die verbesserte Beleuchtung in öffentlichen Anlage und Außenbezirken und stärkere Verkehrskontrollen im Umfeld von Kindergärten, Schulen, Krankenhäsuern und Altenheimen. Die Sauberkeit in der Stadt kann nach Meinung der CDU erhöht werden durch konsequentere Abfallentsorgung, indem größere und auffälligere Abfallbehälter aufgestellt würden, durch Automaten zur Beseitigung von Hundekot und die Einrichtung von Bürgerpatenschaften zum Beispiel für Spielplätze und Grünanlagen. Die Lebensqualität für junge Leute will die CDU stärken, indem sie sich weiter bemüht um die Ansiedlung eines privat betriebenen Erlebnisbades und eines Kinocenters. Das Jugendzentrum soll dabei helfen, Angebote für alle Stadtteile zu etablieren. Aufgabe der Stadt sei es zudem, die Jugendarbeit von Kirchen und Sportvereinen aber auch anderer freier Träger aktiver als bisher zu unterstützen und mit der Arbeit des Jugendzentrums besser zu vernetzen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Jugendzentrums sollen danach im Sinne von Servicecharakter Projekte unterstützen, bei denen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Stadtteilen überfordert fühlen.
Unter dem Slogan "Lebensqualität für die Familie" will sich die CDU für die Einführung eines Familienpasses einsetzen, der Familien Ermäßigungen und Vergünstigungen garantiert. Gefördert werden sollen familiengerechte Betreuungsangebote in Schulen und Kindertagesstätten, zum Beispiel durch Nachmittagsbetreuung. Einsetzen will sich die CDU eine Familienfreundlichkeitsprüfung bei allen politischen Entscheidungen der Stadt. Schließlich mache das genauso viel Sinn wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung.