"Stadtmarketing braucht Konzept"-CDU drängt auf klare Vorgaben mit breiter Basis

Tourismus.jpgCDU drängt auf klare Vorgaben mit breiter Basis "Verwaltung verzögert"rm/gn-online vom 23.05.08 Nordhorn.
Nicht nur aus der Sicht der CDU wäre ein Stadtmarketing-Konzept, das verbindliche Aufgaben und klare Inhalte festlegt, eine wichtige Grundlage für die weitere Förderung des Städtetourismus in Nordhorn. Deshalb haben die Christdemokraten jetzt beantragt, bei der nächsten Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschft und Tourismus am 2. Juni über die Erstellung eines Stadtmarketing-Konzepts zu beraten. "Wir wollen mit diesem Antrag die Beteiligten der Stadt und des VVV veranlassen, die seit längerer zeit über dieses Thema geführten Beratungen beschleunigt abzuschließen", sagt die stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Erika Meier-Schinke.
Dafür wird es nach Ansicht von CDU-Ratsmitglied Reinhold volken höchste zeit. immerhin habe die CDU bereits im Oktober 2007 ein solches Konzept vorgeschlagen. Im Februar 2008 habe die Partei dann mit dem gleichen Ziel offiziell beantragt, vor weiteren Entscheidungen im Stadtmarketing die politischen Gremien zu informieren.
Der Ansatz der Stadtverwaltung, den VVV mit einem Strategiekonzept zu beauftragen, greift für die CDU zu kurz. Notwendig sei ein umfassendes Konzept, mit dem Nordhorn "als Ganzes" vermarktet werden könne. Grundlage für die Entwicklung dieses Konzepts seien die Vorgaben des städtischen Leitbildes von 2005. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbs der Städte müsse "das Produkt Stadt" "zur Marktfähigkeit optimiert" werden. Das bedeute mehr als Tourismusförderung. Zum "Produkt Stadt" zähle Handel und Wirtschaft, Wohnen, Verkehr und Umwelt, Freizeit- und Schulangebot und vieles mehr. Alles das müsse einheitlich als Stadt vermarktet werden.
Die CDU will unter sieben Fragestellungen eine umfassende Diskussion über das Thema Stadtmarketing anstoßen. Sie reichen von der Frage, was Stadtmarketing überhaupt sein soll, über denkbare Organisationsformen bis hin zur Finanzierung. "Es hat schon vor der Verabschiedung des städtischen Leitbildes viele Diskussionen mit vielen Akteuren gegeben", so Erika Meier-Schinke. Von diesen "erheblichen Vorarbeiten" gehe aber immer mehr verloren, weil der Diskussionsprozess stockt und nach wie vor keine klare und einheitliche Vorstellung über Ziele und Inhalte von Stadtmarketing bestehen. Der VVV sei zwar mit der aufgabe Stadtmarketing beauftragt worden, habe dafür aber ebenfalls keinerlei Vorgaben erhalten. "Es fehlt die Gesamtschau", meint Meier-Schinke.
Von der Verwaltung erwarten die Christdemokraten nun Vorgaben und Informationen für eine konstruktive Beratung in der sitzung am 2. Juni. Doch die Verwaltung verlasse sich auf den VVV und teile lediglich mit, der habe sein Strategiepapier noch nicht fertig. "Die haben unser Anliegen nicht verstanden", glaubt die CDU-Politikerin. Ihrer Partei gehe es darum, Nordhorn – wie im Leitbild vorgegeben – durch ein professionelles Stadtmarketing bekannter zu machen und sie als Tourismus-, Einkaufs- und Besucherstadt noch attraktiver zu machen. Dafür müsse schnell eine klare Grundlage geschaffen werden.