"Kölner Teller" kein geeignetes Mittel zur Verkehrsberuhigung !

KoelnerTeller.jpgDie CDU-Fraktion im Nordhorner Stadtrat hatte schon früh eine klare Position zu den sogenannten "Kölner Tellern" bezogen und diese aufgrund in der Vergangenheit gemachter Erfahrungen abgelehnt. Diese wurden auf Vorschlag der Verwaltung nun für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Bakelder Mark eingesetzt und führten zu vermehrten Bürgerprotesten. Nun sollen diese "Kölner Teller" genauso schnell verschwinden, wie sie eingerichtet wurden.
Die CDU- Vertreter hatten im Verkehrsauschuss klar auf die Konsequenzen hingewiesen, die durch eine solche Maßnahme auf die Anwohner zukommen würden. Bernhard Brink betonte für die CDU in der Sitzung des Verkehrsausschusses, dass eine erhebliche Lärmbelästigung und Beeinträchtigung des Verkehres zu erwarten sei. Er verwies auf entsprechende Erfahrungen, die mit ähnlichen Mitteln zur Verkehrsberuhigung in der Vergangenheit gemacht wurden. Eindringlich ermahnte er die anwesenden Anwohner in der Sitzung, sich ihre Forderungen gründlich zu überlegen. "Ich erinnere an die Erfahrungen, die wir am Deegfelder Weg gemacht haben." So Bernhard Brink. "So schnell wie sie aufgedübelt wurden, so schnell sind diese Hindernisse wieder verschwunden!" Hieran knüpfte der Verkehrsausschussvorsitzende Nils Kramer an und betonte an alle Beteiligten gewandt: "Wir können nicht Maßnahmen beschließen, Steuergelder für die Einrichtung ausgeben und keine zwei Monate später werden diese Einrichtungen wieder abgeschafft! Dies ist dann Verschwendung von Steuermitteln!" Der CDU-Vertreter Till Meickmann betonte daraufhin in der Sitzung, dass die CDU nur unter der Bedingung den Versuch mittragen könne, ihn als Testphase laufen zu lassen. Die CDU wolle sich dem Wunsch der zahlreichen Anwohner und dem Vorschlag der Verwaltung nicht verweigern, betonte jedoch ausdrücklich die Bedenken, die gegen die Einrichtung sprechen. Die Erfahrungen in der Vergangenheit, vor allem aber die Proteste gegen die nun eingerichteten Maßnahmen in der Bakelder Mark bestärken die CDU-Fraktion in ihrer Position bezüglich der sogenannten "Kölner Teller"! Fraktionssprecher Andre Mülstegen stellte für die CDU fest, dass diese das Thema im zuständigen Ausschuss behandeln möchte, da die Zeit für einen Grundsatzbeschluss bezüglich der "Kölner Teller" gekommen sei. In Zukunft soll nach Meinung der CDU auf diese Mittel zur Verkehrsberuhigung verzichtet werden. "Zwei gescheiterte Versuche sind genug! Steuermittel wurden genug verschwendet!", stellen der Fraktionsvorstizende Andre Mülstegen und der Verkehrsausschussvorsitzende Nils Kramer fest und betonen. "Es gibt bessere Lösungen für die Verkehrsberuhigung! In Zukunft müssen bürgerfreundlichere Lösungen entwickelt werden!"



1 Kommentar

  1. 1. C. Laubhahn

    Kommentar vom 31. Juli 2009 um 14:37

    Guten Tag
    Aus eigener Erfahrung weis ich, wie sinnvoll Bodenwellen zur Verkehrsberuhigung sind.
    Hier in Belgien werden diese beim Strassenbau fest eingeplant und meist aus Pflastersteinen oder farbigem Beton gebaut.
    Ich finde sie sehr sinnvoll, da man je nach ausrichtung wirklich nicht schneller als 50 km/h oder andere Geschwindigkeiten fahren kann.
    Allerdings ist es dann erforderlich, dass diese Wellen alle 75 – 100 m gebaut werden, damit sich dei Beschleunigung gar nicht lohnt.
    Hier in Belgien merkt man es besonders: Da wo es Bodenwellen gibt, fahren die Leute auch wirklich nur 50 – 60 km/h, doch an einer nahen Strasse in der es keine Wellen, sondern Verkehrsinseln gibt, werden auch schon mal 100 Sachen gefahren (Quelle: Polizei HerKo).
    Deswegen bin ich für den Bau von Bodenwellen und nicht den Kölner Kissen.
    Mit dreundlichem Gruss aus Brüssel,
    C.Laubhahn

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