Dr. Mathias Middelberg zu Gast in Nordhorn: „Wir müssen engagiert für unser Modell von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat kämpfen“

Ein kulinarisches Dankeschön von André Mülstegen (3. v.r.) aus Nordhorn für Dr. Mathias Middelberg und einen hochpolitischen Abend in Nordhorn:
Dr. Mathias Middelberg (mi.), eingerahmt vom Stadtverbandsvorstand der Nordhorner CDU und den Gästen Finanzminister Reinhold Hilbers (2. v.l.) sowie Albert Stegemann, MdB (ganz links).

(cdunoh). Prominenten Besuch aus Berlin empfing die Nordhorner CDU: Dr. Mathias Middelberg, innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Deutschen Bundestag und Bezirksvorsitzender der CDU im Bezirk Osnabrück-Emsland war der Einladung André Mülstegens zum traditionellen Spargelessen gefolgt. „Wir freuen uns, Sie hier im Stadtverband begrüßen zu können“, richtete André Mülstegen an seinen Gast und ergänzte: „Hier in Nordhorn nutzen wir unsere Zusammenkunft im Frühjahr, uns zwar auch kulinarisch, in erster Linie aber politisch zu stärken.“
Diesem Aufruf war nicht nur Mathias Middelberg gefolgt, sondern nahezu vierzig Mitglieder und Gäste der CDU in Nordhorn. Hinzugekommen waren auch Finanzminister Reinhold Hilbers und Albert Stegemann, Mitglied des Deutschen Bundestages für die Grafschaft Bentheim.
Der Aufforderung, zur politischen Stärkung beizutragen, folgte Mathias Middelberg sehr gern. In einem kurzweiligen Referat spannte er einen interessanten und dabei hochpolitischen, abwechslungsreichen Bogen. Ganz zu Anfang jedoch sprach Middelberg über seine persönliche und politische Heimat in dieser Region und was das für ihn bedeutet: „Ich engagiere mich seit dreißig Jahren in der CDU; meine ersten Parteitage habe ich hier im Kloster Frenswegen erlebt. Wenn ich heute sehe, wie sich unsere Region wirtschaftlich, kulturell und politisch entwickelt hat, bin ich mit Stolz erfüllt. Westniedersachsen hat eine unglaublich guten Weg hinter sich gebracht und ist heute schon lange kein Hidden-Champion mehr, sondern deutschlandweit auf den vorderen Plätzen positioniert.“
In seinem Vortrag schlug Mathias Middelberg den Bogen von der Weltpolitik zu den nationalen Herausforderungen durch Zuwanderung und Integration. „Die Welt um uns wird unsicherer. Viele Staaten wie Russland oder die Türkei wenden sich von der Demokratie ab. Das Verhältnis zu den USA wird weniger verlässlich“, stellte der Bundespolitiker fest. Gleichzeitig würden sich auch wirtschaftlich die Gewichte in der Welt verschieben. „China ist längst der ökonomische Treiber " und dabei keine freiheitliche Demokratie“, so Middelberg. Dem müsste sich nicht nur Deutschland stellen. Europa sei gefordert. „Die EU muss jetzt zeigen, dass sie wirtschaftlich mithalten kann. Gleichzeitig ist unser Modell von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat nicht selbstverständlich. Wir werden engagiert dafür kämpfen müssen“, bilanzierte der CDU-Politiker.
Sehr deutlich wurde in der Diskussion, dass der gesellschaftliche Wandel nicht nur ein Thema in Berlin oder Brüssel ist, wie André Mülstegen als Stadtverbandsvorsitzender der CDU unterstrich. „Der gesellschaftliche Wandel, wie wir ihn erleben, beginnt doch vor unserer Haustür und in unserer Heimatstadt“, so Mülstegen. „Auch in Nordhorn gibt es stärkere Stadtteile und schwächere Stadtteile. Unser Anspruch aber muss es sein, in einer lebendigen Stadt zum Ausgleich beizutragen und allen Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte Heimat anzubieten.“