Dachbegrünung in Nordhorn

In den vergangenen Wochen wurde das Thema der Dachbegründung intensiv diskutiert " z.
B. auch ein Vorstoß der Grünen im Stadtrat, eine verpflichtende Dachbegründung in neuen
Baugebieten vorzusehen. „Aufgrund der ohnehin schon steigenden Baupreise ist dieser
Vorschlag kritisch zu diskutieren“, so die CDU-Fraktion. Daher ging die Diskussion nun im
jüngsten Verkehrs- und Umweltausschuss weiter.
„Die Problematik der Überhitzung der Städte und die immer stärkere Versiegelung sind
jedoch nicht mehr zu übersehen und sollten daher auch Kommunalpolitik zum Handeln
leiten“, so Dr. Denis Herold, Stadtverbandsvorsitzender und Ratsmitglied der CDU.
Bereits früh hat die CDU betont, dass es nicht nachteilig sei, sich mit der Dachbegrünung nur
auf Neubaugebiete zu beschränken. Nach Ansicht der CDU müssen entsprechende
Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet entwickelt werden " und nicht nur umfangreiche
Dachbegrünungen in einzelnen, jüngst entwickelten, Stadtteilen.
„Die Akzeptanz in der Bevölkerung für begrünte Dächer wird außerdem nicht durch pure
Verpflichtungen geschaffen. „Die CDU regt daher an, dass neben der Begrünung z. B. von
Bushaltestellen innerhalb der Stadt Nordhorn geprüft werden soll, ob es bei städtischen
Neubauvorhaben, wie z. B. Kindertagesstätten oder Schulsanierungen, möglich ist, eine
Dachbegrünung durchzuführen.“, so Dr. Herold weiter.
Auch für die privaten Interessenten hatte die CDU einen Vorschlag parat: Für
Hauseigentümer, die ein Interesse an einer Dachbegründung haben, sollte durch die
Verwaltung geprüft werden, ob ein Förderprogramm nach dem Vorbild in der Stadt Berlin
(1.000 grüne Dächer) für die Kreisstadt ins Leben gerufen werden kann. Dieser Vorschlag
fand im jüngsten Ausschuss jedoch keine Mehrheit. „Dies müssen wir zur Kenntnis nehmen“,
so Ausschussmitglied Malte Kramer. Eine Weiterverfolgung dieses Ansatzes ist aus Sicht
der CDU daher nicht geplant.