CDU Nordhorn: Möglichkeiten der Digitalisierung prüfen

Nachdem die CDU bereits im Sommer letzten Jahres verschiedene Fragestellungen zum Thema der Digitalisierung der Kommunalverwaltung an die Stadtverwaltung gerichtet hat, geht die Fraktion nun einen Schritt weiter. „Da die CDU dieses Thema weiterhin für die künftige Entwicklung im Rahmen der Bürgerfreundlichkeit für wichtig hält, hat sie sich erneut in einem Antrag an den städtischen Verwaltungsausschuss gewandt, um Möglichkeiten und Kosten für drei Konzepte zu erfahren, die eine Erhöhung der Bürgerfreundlichkeit in der Kommune bedeuten würden.“ so das kooptierte Fraktionsmitglied Reinhold Volken, der sich in den letzten Jahren immer wieder für das Thema stark gemacht hat. Konkret fragt die CDU nun in einer Anfrage, welche Möglichkeiten es gibt, Onlinetermine im Rathaus, zum Beispiel im Einwohnermeldeamt per App zu vereinbaren. Die CDU hat dafür den Begriff „digitales Nummernziehen“ ins Spiel gebracht. Susanne Dittmann, Ratsfrau und stellv. Stadtverbandsvorsitzende, erläutert die Idee: „Die digitale Welt bedeutet in fast allen Bereichen eine Verbesserung an Lebensqualität. Beim Einwohnermeldeamt muss man aber warten, bis die gezogene Nummer aufgerufen ist. Wenn ich schon von unterwegs eine Nummer ziehen könnte, kann die Wartezeit verkürzt werden“.
In einem zweiten Punkt bringt die CDU die Idee ein, Parkscheine per App zu ziehen und zu verlängern. „Das mühsame Suchen nach passendem Kleingeld oder das Herauseilen aus dem Laden, weil die Parkuhr gleich abläuft, würden der Vergangenheit angehören, wenn man ganz einfach von unterwegs noch eine halbe Stunde Parkzeit zubuchen und in Ruhe weiter shoppen könnte.“, so Dittmann weiter.
In einem größeren Projekt wird das Thema „Einsichtnahme in das Baugenehmigungsverfahren“ behandelt werden müssen. Die CDU hat diese Idee bereits seit längerer Zeit immer wieder diskutiert. „Uns fehlen jedoch Zahlen, mit welchen Kosten bei einer Umsetzung zu rechnen ist“, so Ingrid Thole, stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU. Die Vorteile für den Bürger liegen jedoch auf der Hand: „Der Bürger kann sehen, welche Unterlagen noch fehlen und dafür sorgen, dass diese schneller durch die zuständigen Personen eingereicht werden. Aus Sicht der CDU könnten dann häufige Anrufe im Bauamt entfallen, dies würde wiederum zu Zeitersparnissen bei der Bearbeitung führen.
„Bevor zu den Haushaltsplanungen 2019 Planungsansätze mit dann folgenden Umsetzungsanträgen folgen, ist es notwendig, seriöse Planungen durch die Stadtverwaltung durchführen zu lassen. Dafür dient der Prüfauftrag.“, so Andre Mülstegen, Fraktionsvorsitzender der CDU.