CDU-Fraktion: Norgatex Industriebrache zügig revitalisieren!

Fördermittel des Landes bieten große Chancen

Die CDU-Fraktion Nordhorn diskutierte in ihrer letzten Fraktionssitzung über den Zustand des Norgatex-Gebäudes und seiner Umgebung. Es handelt sich um das westlich der Friedrich-Ebert-Straße gelegene ehemalige Fabrikgebäude der Firma Norgatex auf einer etwa 2,5 ha großen Grundstücksfläche. Hierbei wurde deutlich, dass mit den in Aussicht gestellten Fördermitteln des Landes Niedersachsen eine Revitalisierung in Form von Wohnbebauung in greifbare Nähe rückt. „Das textile Erbe der Stadt Nordhorn wahren – die Stadt weiterentwickeln – das muss die Devise sein!“, so der Fraktionsvorsitzende Andre Mülstegen gegenüber den Grafschafter Nachrichten. „Wir haben die Alte Weberei und den Povelturm erhalten, den Nino-Spinnereihoch-bau, die alte und neue Nino-Verwaltung, das Rohgewebelager von NINO, das alte Batteur und weitere Gebäude von Rawe. Die meisten Gebäude werden mit Hilfe von öffentlichen Mitteln genutzt und bleiben der Nachwelt so erhalten“, so Mülstegen weiter. „Wer hier von einem `Verschwinden des textilen Erbes` spricht, verdreht die Tatsachen!“ Im Falle der Nachnutzung des Rawe-Geländes sei auch noch vieles zu erledigen, so die Fraktion, von daher dürfe in Zeiten der knappen Kassen der Haushalt der Stadt Nordhorn durch noch weitere Projekte nicht um seine Leistungsfähigkeit gebracht werden.

In der Fraktionssitzung wurde deutlich, dass sich trotz vielfältiger Bemühungen in der Vergangenheit keine wirtschaftlich tragfähige Nutzung für das marode Norgatex-Gebäude finden ließ, so dass auch an dieser Stelle wieder die öffentliche Hand einspringen musste. „Die Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft des Landkreis Grafschaft Bentheim mbH (GGB) hat hier ein tragfähiges Konzept vorgelegt, das eine Konversion des Geländes in Wohnbebauung beinhaltet.“, so CDU-Ratsmitglied Reinhold Volken, Vorsitzender des  städtischen Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus. „Wir müssen die Gelegenheit jetzt beim Schopfe greifen und an dieser Stelle die Entwicklung Nordhorns mit einer Neuplanung zügig vorantreiben!“ so Volken weiter. Auch durch die Umwandlung des Geländes in Wohnbauland stehe für die Grundstücksgesellschaft am Ende noch keine schwarze Null. Risiken wie Altlastenentsorgung oder der Abbruch des Gebäudekomplexes seien ebenfalls zu tragen, heißt es aus der Fraktion. Schließlich fließen die 800.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II nur an die GGB als Sanierungsträger. „Warten auf den Investor, der eines Tages das Gebäude erhält, ist  keine Alternative,“ so Mülstegen abschließend. „Schließlich hat der Landkreis als untere Wasserschutzbehörde den dringenden Handlungsbedarf wegen der Verschmutzungsherde auf dem Gelände angezeigt.“



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