CDU: Änderung des B-Planes „Tierpark“ nicht zu Lasten der Anwohner des Menkenweges

Kritisch beurteilt die CDU die aktuelle Vorlage der Stadtverwaltung zur beabsichtigten Änderung der möglichen Bebauung am Menkenweg. Bürgermeister Berling schlägt der Politik in dieser Vorlage vor, mehrere Einschränkungen für Häuser am Menkenweg festzusetzen. So soll es künftig z. B. nicht mehr möglich sein, Flachdächer in diesem Gebiet zu errichten – sowohl auf den Hauptbauwerken als auch bei Anbauten sollen größere Restriktionen herrschen als im bisherigen Bebauungsplan.
Die CDU-Fraktion lehnt auch deshalb die Änderungen in weiten Teilen ab, da es bei der Änderung des B-Planes „Tierpark“ in erster Linie um die Entwicklung des Tierparkes gehen sollte. „Im Gebiet Menkenweg ist heute schon eine sehr heterogene Bebauung festzustellen“, so Andre Mülstegen, Fraktionsvorsitzender der CDU – „und das tut dem Gebiet nicht unbedingt schlecht!“ In einem Vor-Ort-Termin mit Anwohnern im letzten Jahr konnte sich die CDU außerdem davon überzeugen, dass die Anwohner die weitere Entwicklung des Tierparkes unterstützen. „Wenn nun aber die B-Plan Änderung „Tierpark“ zum Anlass genommen werden soll, auch am Menkenweg hohe Restriktionen einzuführen, können wir das nicht unterstützen“, ergänzt Hartmut Balder, Sprecher der CDU im Stadtentwicklungsausschuss. Die Anwohner sollen nach Ansicht der CDU nicht das Gefühl bekommen, im Rahmen der B-Plan Änderung für den Tierpark Einschränkungen bei der Bebaubarkeit ihrer Grundstücke zu bekommen.
Die CDU berichtet in diesem Zusammenhang von einem Bauherrn, der ein Grundstück am Menkenweg gekauft hat und im Einklang mit dem aktuell geltenden B-Plan ein Objekt mit einem Flachdach errichten möchte. „Wird der Vorschlag des Bürgermeisters beschlossen, so kann der Besitzer seine Bebauung nicht mehr umsetzen“, so Mülstegen weiter. Da in der Nachbarschaft auch Objekte mit Flachdächern vorhanden sind, kann die CDU den Verwaltungsvorschlag in dieser Schärfe nicht nachvollziehen.
Aus Sicht der CDU ist es für die weitere Entwicklung des Tierparkes von immenser Bedeutung, dass die Nachbarn die Entwicklung mittragen. Eine Verhinderungsplanung wie es aktuell beabsichtigt ist, wird die CDU daher nicht mittragen. „Wir können es keinem Anwohner vermitteln, dass es für die Entwicklung des Tierparkes notwendig ist, z. B. Flachdächer im Menkenweg zu verhindern“.
In diesem Zusammenhang kritisiert die CDU-Fraktion: Wir bekommen immer wieder zu hören, dass das Bauamt mit reichlich Arbeit gesegnet ist und keine zusätzlichen Planungen durchführen könnte. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als fragwürdig, warum sich die Verwaltung derart intensiv mit dieser städtebaulich eher unbedeutenden Frage auseinandersetzt. Der Menkenweg ist eine kleine nicht sichtbare Nebenstraße in Nordhorn, die keine überzogenen Forderungen an die städtebauliche Gestaltung des Gebietes an Bauherrn rechtfertigt. Einzig und allein die Beschränkung der Wohneinheiten auf max. 2 Wohneinheiten pro Gebäude will die CDU mittragen und deshalb im kommenden Stadtentwicklungsausschuss entsprechende Änderungsanträge stellen. „Es ist für ein solches Gebiet wichtig, dass keine Mehrfamilienhäuser entstehen“, so die CDU abschließend.